Aktuell

Was uns bewegt

13.06.2019

Stellenausschreibungen

Weisskopf Partner GmbH sucht zur Verstärkung des interdisziplinären Teams zwei engagierte Persönlichkeiten:

HLK-IngenieurIn FH/BSc als ProjektleiterIn HLK mit der Möglichkeit von Führungsaufgaben 

Zur vollständigen Stellenbeschreibung (PDF, 200 kB).

Projektleiter/in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien FH/ETH

Zur vollständigen Stellenbeschreibung (PDF, 200 kB).

12.06.2019

Energie-Vorbild

Seit 2014 engagieren sich die Bundesverwaltung, das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), der gesamte ETH-Bereich sowie die bundes- / kantonsnahen Unternehmen Post, SBB, Skyguide, Suva, SIG und Swisscom im Energie-Vorbild. Sie haben mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung beschlossen, ihre Energieeffizienz bis 2020 gegenüber dem Jahr 2006 um 25% zu verbessern. Der neue Jahresbericht 2018 liegt nun vor.

jahresbericht_vbe_2018.jpgDie Akteure des Energie-Vorbilds haben weiter 39 gemeinsame Massnahmen definiert, die sie weitgehend bis 2020 umsetzen wollen. Diese betreffen die Gebäude, die erneuerbaren Energien, die Mobilität, die Rechenzentren und Green IT. Zusätzlich setzt jeder Akteur eine Reihe von unternehmensspezifischen Massnahmen um, die er selber ausgewählt hat und ganz spezifisch auf ihn zugeschnitten sind.

Der soeben erschienene Jahresbericht 2018 zeigt ein erfreuliches Bild: 2018 beträgt die Energieeffizienz der Akteure 30%. Damit ist das ursprüngliche Ziel von 25% bis 2020 bereits deutlich übertroffen. Die gemeinsamen Massnahmen sind per Ende 2018 zu 81% umgesetzt.

Bereits wurde vom Bundesrat beschlossen, die Initiative von 2020 bis 2030 weiterzuführen. Aufbauend auf der bestehenden Initiative werden Zielwerte für die Energieeffizienz sowie gemeinsame und individuelle Massnahmen festgelegt. Neu hinzu kommen Ziele für die Nutzung von erneuerbaren Energien und die ökologische Strom-Eigenproduktion.

Unsere Firma unterstützt die Geschäftsstelle des Energie-Vorbilds in fachlichen und organisatorischen Aufgaben.

Link zum Jahresbericht 2018

29.04.2019

Unsere Firma – Ihr Partner für Industrieprojekte

Weisskopf Partner GmbH war als Aussteller an der ACHEMA, Weltforum der chemischen Technik und Internationale Leitmesse der Prozessindustrie in Frankfurt vertreten und hat dort ihre Aktivitäten im Bereich Pinch-Analyse und Prozessintegration vorgestellt.

perlenpapierWeisskopf Partner GmbH bearbeitet diverse Industrieprojekte, die im Zusammenhang mit der Pinch-Methode stehen. Aktuell sind dies die Firmen Perlen Papier AG, Model AG (Verpackung), Schweizer Zucker AG, Proto Chemicals AG, Lindt & Sprüngli (Schweiz) AG sowie Wander AG. Praxiserfahrungen in über 40 Projekten zeigen, dass durch eine Pinch-Analyse zwischen 15% und 30% Energieeinsparungen erwartet werden können.

Bild: Papiermaschine PM7 der Papierfabrik Perlen.

29.04.2019

ISO 50001 - Zertifizierung für das Universitätsspital Zürich

Das Universitätsspital Zürich hat im Jahr 2017 als erstes Schweizer Spital für sein Energiemanagementsystem eine Zertifizierung nach ISO 50001 erhalten und wurde unterdessen bereits wieder erfolgreich rezertifiziert. Weisskopf Partner GmbH war massgeblich bei der Erarbeitung des Energiemanagements und dessen Zertifizierungsreife beteiligt und hat den Auditprozess fachlich eng begleitet. Aktuell unterstützt unsere Firma das Universitätsspital bei der kontinuierlichen Verbesserung seines Energiemanagements.

Die Norm ISO 50001 unterstützt Organisationen und Unternehmen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements. In diesem Prozess werden u.a. eine Energiepolitik, Energieziele und Aktionspläne erarbeitet, die sowohl technische als auch organisatorische Massnahmen umfassen. Das Ziel ist dabei, die energiebezogene Leistung kontinuierlich zu verbessern und damit den Energieverbrauch und die Energiekosten zu verringern.

09.10.2017

Energie-Agentur der Wirtschaft

Die 3'800 Unternehmen, die sich mit Expertise der Energie-Agentur der Wirtschaft über den Abschluss von Zielvereinbarungen für Klimaschutz und Energieeffizienz engagieren, haben ihre bis Ende 2020 gesteckten Ziele erreicht. Per Ende 2016 weist die EnAW mit den seit 2013 neu umgesetzten Massnahmen eine CO2-Einsparung von über 400'000 Tonnen pro Jahr aus. Im Vergleich zu 1990 ist das eine CO2-Einsparung von annähernd 30 Prozent. Ausserdem haben die Unternehmen seit 2001 so viele Strom-Sparmassnahmen umgesetzt, dass sie heute rund 2'000 GWh weniger Strom pro Jahr benötigen.

enaw16.jpgSeit 2001 unterstützt die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) Unternehmen in der Schweiz bei der Reduktion ihres CO2-Ausstosses mit wirtschaftlichen Massnahmen. Die Zielvereinbarungen, die die Unternehmen für die Reduktion von CO2-Ausstoss und Stromverbrauch abschliessen, sind von BAFU und BFE für die Erfüllung der CO2-und Energiegesetze anerkannt. Erfüllen die Unternehmen ihre Ziele, erhalten energieintensive Unternehmen die CO2-Abgabe zurück und bleiben international wettbewerbsfähig.

Unsere Firma unterstützt die EnAW in den Bereichen: Moderation von Energie-Modell-Gruppen, Beratung von KMU-Kunden, Bereichsleitung, Führung der Monitoringprozesse, Datenmanagement und -auswertungen, Entwicklung und Betreuung der Software-Tools.

Thomas Weisskopf ist zudem Mitglied der Geschäftsleitung der Energie-Agentur der Wirtschaft.

Tätigkeitsbericht 2016 (PDF 1900 kB, deutsch, französisch, italienisch)

08.04.2016

Pinch-Analyse für KMU erschwinglich

Komplexe energieintensive Prozesse zur Herstellung diverser Produkte sind heutzutage auch bei Kleinbetrieben keine Seltenheit. Den Energieverbrauch bei solch komplexen Produktionen zu reduzieren ist eine Herausforderung, aber das neue Tool "PinCH" macht's möglich. Die bereits seit langem bewährte Pinch-Methode wurde durch eine angepasste Vorgehensweise und das neue Tool PinCH so modifiziert, dass sie auch für Kleinbetriebe kostengünstig eingesetzt werden kann. Für das KMU Metal Paint AG hat unser Büro, wie für viele andere Betriebe davor, eine Pinch-Analyse mit PinCH durchgeführt und damit den CO2-Ausstoss drastisch reduziert.

Die Firma Metal Paint AG beschichtet in einer modernen Bandbeschichtungsanlage Stahl- und Aluminiumbänder mit farbigen Lacken. Das Verfahren ist sehr energieintensiv. Insbesondere das Trocknen der Metallbänder nach dem Auftragen der Lacke und das Abbrennen der Lösungsmittel, welche beim Lackieren verdampfen, verbrauchten bis anhin viel Erdgas. Heute verbrennt das Unternehmen 55 Prozent weniger Erdgas - und das dank der Pinch-Analyse. Metal Paint AG nimmt am KMU-Modell der EnAW teil.

Unser Büro hat die Pinch-Analyse bei Metal Paint AG mit dem Tool PinCH durchgeführt. PinCH erlaubt eine angepasste Vorgehensweise für Kleinbetriebe, wodurch die Kosten der Pinch-Analyse stark gesunken sind. So konnte die Pinch-Analye bei Metal Paint AG für 15'000 Franken erstellt werden.

Bei der Pinch-Analyse werden zuerst systematisch Daten zu Temperaturen, Massenströmen und Leistungen ermittelt und thermische Ströme definiert. Anschliessend stellt man die heissen und kalten Ströme einander gegenüber und erarbeitet ein wirtschaftliches Wärmetauschernetzwerk.

Bei Metal Paint AG zeigte sich, dass die Wärmerückgewinnung des Lackierofens das grösste Einsparpotenzial aufweist. Aufgrund der Ergebnisse unserer Pinch-Analyse beschloss die Firma, eine neue regenerative Verbrennungsanlage und eine zusätzliche Wärmerückgewinnung zu installieren. Mit der bis anhin ungenutzten 430 Grad heissen Abluft des Lackierofens wird nun die Zuluft vorgewärmt. Ausserdem werden mit der zurückgewonnenen Energie zusätzlich die bisher elektrisch beheizten Reinigungsbäder aufgewärmt, in denen die Metallbänder vor der Lackierung entfettet werden.

Der Erdgasverbrauch und CO2-Ausstoss sind seit der Installation in diesem Frühling um 55 Prozent gesunken. Gekostet hat die Anlage 1.2 Millionen Franken – ein Sechstel davon wurde von der Klimastiftung Schweiz übernommen. Durch die ergriffenen Massnahmen können neben den geringeren Erdgaskosten auch Stromkosten eingespart werden, sodass die Energiekosten um insgesamt 520'000 Franken reduziert werden. Zudem erhält Metal Paint AG jährlich zusätzlich 30'000 Franken Rückerstattungen aus der CO2-Abgabe. Die Investitionskosten können somit schon nach zwei Jahren amortisiert werden.

Im Durchschnitt liegt das mit der Pinch-Analyse aufgedeckte Einsparpotenzial bei 15 bis 20 Prozent. Diese Angaben beziehen sich natürlich nur auf die mit wirtschaftlichen Massnahmen möglichen Einsparungen. In Ausnahmefällen wie hier bei Metal Paint AG können die Einsparungen aber auch viel höher sein.

Das Bundesamt für Energie BFE unterstützt die Durchführung von Pinch-Analysen finanziell. Weitere Informationen:

Infoblatt Metalpaint (PDF 1200 kB, deutsch, französisch)

Broschüre "Pinch-Analyse" (PDF 2100 kB, deutsch, französisch)

www.pinch-analyse.ch

www.enaw.ch/de/pinch-analyse

23.07.2015

Pro Kilowatt, Ersatz Lüftungsmotoren am UniversitätsSpital Zürich (USZ)

Am UniversitätsSpital Zürich (USZ) sind rund 800 Lüftungsmotoren im Einsatz. Das dreijährige Projekt, welches von Pro Kilowatt (www.bfe.admin.ch/prokilowatt) unterstützt wird, beinhaltet den vorzeitigen Ersatz von rund 340 Lüftungsmotoren. Bei jedem Ersatz wird dabei ein individuell passender Lüftungsmotor eingesetzt sowie eine Gesamtbetrachtung des Systems gemacht.

Neben dem Ersatz der 340 Lüftungsmotoren ist vorgesehen rund 100 Lüftungsmotoren zusätzlich mit Frequenzumrichter (FU) auszustatten, um eine bedarfsgerechte Konditionierung zu ermöglichen. Das Projekt beinhaltet zusätzlich die Optimierung der Betriebszeiten. Die resultierende Stromeinsparung beträgt 780 MWh/a. Bezogen auf eine Nutzungsdauer von 10 Jahren ergibt dies eine absolute Stromeinsparung von 7'800 MWh.

Das Projekt wird durch die Arbeitsgemeinschaft bestehend aus dem UniversitätsSpital Zürich (USZ), dem Institut für Facility Management (IFM, Prof. Markus Hubbuch) der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und unserem Ingenieurbüro Weisskopf Partner GmbH umgesetzt. Wir und die ZHAW begleiten die Arbeiten im konzeptionellen Bereich. Diese konzeptionelle Begleitung stellt sicher, dass das theoretische Einsparpotenzial möglichst vollständig und nicht nur beschränkt erreicht werden kann. So wird bei jedem Ersatz das Gesamtsystem betrachtet und die Volllaststunden werden optimiert. Dies erfordert detaillierte Bestandesaufnahmen. Die ZHAW und wir bringen aktiv Informationen zu innovativen Technologien und Lösungen in das Projekt ein.

24.03.2014

Grossverbraucherartikel in den Kantonen

Der Grossverbraucherartikel wird in immer mehr Kantonen eingeführt - rund 20 haben ihn bereits gesetzlich verankert, Zürich und Neuchâtel setzen ihn seit mehreren Jahren erfolgreich um. In Zürich hat unser Büro die Umsetzung stark mitgeprägt. Im Verlaufe dieses Jahres ist die Umsetzung im Kanton Bern angelaufen. Unser Büro steht den Grossverbrauchern dabei beratend zur Seite. Welche Optionen hat ein Grossverbraucher im Kanton Bern?

Die rund 800 angesprochenen Grossverbraucher im Kanton Bern haben die Wahl zwischen drei Optionen:

  1. Abschluss einer Universalzielvereinbarung (UZV) mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) (www.enaw.ch): Die EnAW schliesst Zielvereinbarungen auf der Basis von zwei Modellen ab: Das Energie-Modell für grössere Unternehmen und das KMU-Modell für Kleinere. Eine Zielvereinbarung der EnAW bietet auch die Möglichkeit zur CO2-Abgabebefreiung und zur Rückerstattung der Netzzuschläge (KEV). Zudem können im Energie-Modell mehrere Standorte in der ganzen Schweiz zu einer Zielvereinbarung zusammengefasst werden. Ein akkreditierter Moderator der EnAW begleitet den Grossverbraucher durch den Prozess. Unser Büro ist bei der EnAW akkreditiert und sehr stark für sie tätig. Rund 3'300 Teilnehmer haben bereits eine Zielvereinbarung über die EnAW abgeschlossen oder sind dabei, dies zu tun. Unser Büro beispielsweise hat die Zielvereinbarungen für das Paul Scherrer Institut PSI, skyguide und die Zuckerfabrik in Aarberg erstellt.
  2. Durchführung einer Energieverbrauchsanalyse (EVA) und der zugehörigen Massnahmenumsetzung innert drei Jahren: Mit einer Energieverbrauchsanalyse (EVA) wird die Energieeffizenz aufgrund von abschliessend bezeichneten Massnahmen gesteigert. Die Massnahmen müssen innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden.
  3. Abschluss einer Kantonalen Zielvereinbarung (KZV): Die Zielvereinbarung wird mit dem Kanton abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt wie die UZV 10 Jahre. Der Kanton stellt eine Excel-Arbeitsmappe für das Erstellen der Zielvereinbarung und das jährliche Monitoring zur Verfügung.

Der Abschluss einer Zielvereinbarung hat gegenüber einer Energieverbrauchsanalyse zahlreiche Vorteile: Langfristige Zielvorgaben, Flexibilität in der Umsetzung sowie Befreiung von kantonalen, energetischen Detailvorschriften. Bei der UZV mit der EnAW kommt wie gewohnt alles aus einer Hand. Es besteht die Möglichkeit zur Befreiung von der CO2-Abgabe und der Rückerstattung der Netzzuschläge (KEV).

05.02.2013

Zielvereinbarungen - zwei Beispiele aus Zürich

Seit 2005 vollzieht der Kanton Zürich den Grossverbraucherartikel - mit Erfolg. Bereits haben mehrere Hundert Unternehmen im Kanton eine Zielvereinbarung vereinbart. Unser Büro begleitet Unternehmen von der Potentialanalyse bis hin zur Umsetzung konkreter Massnahmen. Die Beispiele des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) und des Universitätsspitals Zürich zeigen den Erfolg der Vorgehensweise und die daraus resultierenden Energieeinsparungen und Emissionsreduktionen.

Das Fernsehstudio Leutschenbach ist einer der Grossverbraucher im Kanton Zürich und besitzt seit 2009 eine massnahmenorientierte kantonale Zielvereinbarung (KZV). Nach dem Zusammenstellen der Energie-verbrauchsdaten und der Begehung des Areals folgte eine Analyse zur Abschätzung des gesamten Energie-Einsparpotentials. Daraus wurde eine umfassende Massnahmenliste erarbeitet. Aus dem wirtschaftlichen Einsparpotential und den möglichen Umsetzungszeitpunkten der Massnahmen ergibt sich ein individueller Energieeffizienzpfad für die 10-jährige Laufzeit der Zielvereinbarung. Heute hat das Unternehmen bereits 90 konkrete Massnahmen umgesetzt. Dazu gehören u.a. die bedarfsgerechte Anpassung der Betriebszeiten von Klima-Splitgeräten und diversen Lüftungsanlagen oder der Ersatz der bestehenden Studiobeleuchtung durch eine LED-Beleuchtung. Unser Büro begleitet das Unternehmen heute bei der Umsetzung. An der vierteljährlichen Statussitzung werden jeweils neue Massnahmen diskutiert und bereits umgesetzte Massnahmen einer Erfolgskontrolle unterzogen.

Energieleitbild.jpgAuf einer Energiebezugsfläche von 294'000 m2 bietet das Universitätsspital Zürich in 40 Spezialkliniken und Instituten ein umfassendes Behandlungsangebot. Das Spital besitzt seit 5 Jahren eine Zielvereinbarung, welche auf spezifische Einsparungen (Energieein­sparungen pro Spitalleistung) basiert. Nach einer Potentialanalyse mit Massnahmen­planung wurde ein Zielpfad für die Energieeffizienz erstellt. Umgesetzte Massnahmen betreffen u.a. die Bereiche Beleuchtung und Lüftung sowie den Ersatz von Absorptionskältemaschinen. Unser Büro steht dem Unternehmen beratend zur Seite und hat dabei in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Institut für Facility Management der ZHAW ein modulartiges Energiemanagement mit Energiemesssystem und ein Energieleitbild erarbeitet.

19.10.2012

Prozessdampf mit preisgekrönter Hochtemperatur-Solaranlage

Im sonnenreichen Engadin produzieren parabolrinneförmigen Sonnenkollektoren Prozessdampf für die höchstgelegene Molkerei Europas, die Lataria Engiadinaisa SA (LESA). Es ist die erste derartige Anlage in der Schweiz und seit Dezember 2011 in Betrieb. Die Anlage wurde mit Kollektoren von NEP Solar gebaut. Auftraggeber ist der Energie-Contractor ewz, unser Büro war mit der Ausführungsplanung betraut. ewz und LESA gewinnen damit den Solarpreis 2012 in der Kategorie Anlagen.

lesa_kollektoren.jpgDie Lataria Engiadinaisa SA (LESA) verarbeitet jährlich um die 6.5 Mio. kg Milch aus dem Engadin zu Pastmilch, Rahm, Joghurt und Käse.

Die Produktion Prozessdampf erfolgte bisher ausschliesslich mittels Heizöl. Neu wird ein Teil des Dampfes über eine Hochtemperatur-Solaranlage erzeugt. So werden pro Jahr 70 MWh Heizöl bzw. 18 t CO2 eingespart. Die Rinnenkollektoren der Firma NEP Solar fokussieren die direkte Einstrahlung auf das Kollektorrohr, durch welches ein Wärmeträgermedium fliesst. Die Anlage speist in das bestehende Dampfnetz der LESA ein. Bauherrin ist die ewz, die die Wärme im Contracting an die LESA abgibt. Unser Büro war mit der Ausführungsplanung betraut. ewz und LESA erhalten für diese vorbildliche Installation den Solarpreis 2012 in der Kategorie Anlagen.

Das mögliche Anwendungsspektrum von Hochtemperatur-Solarwärme ist auch in der Schweiz breit und vielversprechend. Mit einem Monitoring wird die Pilotanlage auf dem Dach der LESA nun vom ewz systematisch ausgewertet. Es handelt sich um die erste derartige Anlage in der Schweiz.

Im gewerblichen und industriellen Bereich ist eine solare Wärmeerzeugung mit Hochtemperatur-Solaranlagen überall denkbar, wo Dampf, Heisswasser oder Thermoöl bei Temperaturen zwischen 100-200 °C für Prozesswärme benötigt werden - etwa in der Lebensmittelindustrie, in Wäschereien oder Spitälern.

Interessant ist die Nutzung der Hochtemperatursolarwärme auch für die Klimatisierung, da im Sommer Kühlbedarf und Sonneneinstrahlung deckungsgleich sind. Einsatzmöglichkeiten bestehen beispielsweise bei Bürobauten, Hotels, Einkaufszentren oder Sporthallen. Die dominierende Technik zur Kälteerzeugung basiert auf elektrisch betriebenen Kompressions-kältemaschinen. Der immer grösser werdende Bedarf nach Klimatisierung führt daher zunehmend zu extremen Belastungen des Stromnetzes während Hitzetagen. Dank dem hohen Temperaturniveau der Rinnenkollektor-Anlagen können zweistufige Absorptionskältemaschinen eingesetzt werden, die im Vergleich zu einstufigen Maschinen bei gleichem Wärmeeinsatz praktisch den doppelten Kälteertrag erzielen. Im Winter können dieselben Anlagen zur Unterstützung der Heizung genutzt werden.

18.10.2012

Effiziente Wärmepumpe für die Wasserversorgung Zürich

Die Wasserversorgung Zürich (WVZ) betreibt im Hardhof eine grosse Grundwasser-Wärmepumpenanlage zur Versorgung der Energiebezüger Dienstgebäude, Werkstatt, Tiefbauamt und Sportamt. Die ursprüngliche Anlage stammt aus dem Jahre 1977. Die neue Ammoniak-Wärmepumpe mit einer maximalen Leistung von 1.8 MW wurde im September 2012 in Betrieb genommen. Unser Büro hat für die WVZ alles aus einer Hand, von der Machbarkeitsstudie über alle Schritte der Ausführungsplanung bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme, geliefert.

Motor_bearb.jpgDas Grundwasser (Infiltratwasser aus der Limmat) ist die Hauptwärmequelle für den Betrieb der alten wie der neuen Wärmepumpe. Es wird abhängig von der Trinkwasserproduktion durch die Anlagen im Zonenpumpwerk vorgewärmt, was zu einer Effizienzsteigerung der Wärmepumpe führt.

Für die Nutzung der Wärme aus dem Infiltratwasser und dem Trinkwasser verfügt die WVZ über eine Konzession, welche einer maximalen Kälteleistung von 1'500 kW entspricht. Die Jahresarbeitszahl der neuen Wärmepumpe beträgt rund 6. Daraus resultiert eine maximale Wärmeleistung von ca. 1'800 kW.

Die Konzession erlaubt den Bezug von maximal 80'000 l/min Grundwasser aus 24 Vertikalfilterbrunnen, wobei von den 24 deren 19 beim Bau der ursprünglichen Anlage erstellt wurden. Für die Wärmeproduktion und die Rückkühlung werden nur 4 der 19 Vertikalfilterbrunnen eingesetzt. Die WVZ hat ihren Spitzenwärmeleistungsbedarf im Winter bei kalten Aussen-
temperaturen. Im Sommer wird die Wärmepumpe als Kältemaschine eingesetzt und die anfallende Abwärme an das Grundwasser abgegeben.

Durch die hocheffiziente Ammoniak-Wärmepumpe und die Erwärmung von Brauchwarmwasser durch die WP wird der Elektrizitätsverbrauch von 1’350 auf 620 MWh/a reduziert, das heisst halbiert. Die Abwärmenutzung wird um 50% gesteigert. Das ergibt Einsparungen von ca. Fr. 80’000.-/a.

07.06.2012

Impact Assessment zu flächendeckendem Smart Metering in der Schweiz

Das BFE hat ein Impact Assessment zu flächendeckendem Smart Metering in der Schweiz veröffentlicht. Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit Bits to Energy Lab (ETH Zürich), Ecoplan und ENCO AG. Es zeigt den volkswirtschaftlichen Nutzen verschiedener Einführungsszenarien auf. Unser Büro untersuchte die Lastverschiebungs- und Energiesparpotenziale für den Industrie- und Dienstleistungsbereich. Zu den Details der Studie und zum Beitrag der Tagesschau vom 05. Juni 2012.

24.05.2012

eea Management Tool für EnergieStadt-Berater

Mehr als 500 Schweizer Städte und Gemeinden beschreiten mit dem EnergieStadt-Prozess systematisch und innovativ den Weg zu energetischer Nachhaltigkeit. Europaweit sind es mit dem European Energy Award® bislang fast 1'000 Gemeinden. Der Prozess und seine Instrumente werden derzeit in der Webplattform "eea Management Tool" integriert. Unser Büro führt die Definition der Anforderungen, Ausschreibung und Umsetzungsbegleitung durch.

02.05.2012

Energieplanungen in Gemeinden

Mit der räumlichen Energieplanung koordinieren Gemeinden ihre Energieversorgung und stimmen sie mit der eigenen strukturellen Entwicklung ab. Die Energieplanung ist die Grundlage für die optimale und zukunftstaugliche Ausgestaltung der Wärmeversorgung in der Gemeinde. In Zusammenarbeit mit und im Auftrag von Brandes Energie AG erstellt unser Büro Energiepläne für Teufen (AR) sowie die St. Galler Gemeinden Au, Widnau und Altstätten.

02.04.2012

Ergiebige Pinch-Analysen

Auch die 10. Pinch-Analyse unserer Firma war ergiebig: in Zusammenarbeit mit der Firma Kronospan AG wurde ein wirtschaftliches Einsparpotential von 15 GWh/a im Werk Menznau LU gefunden. Die Massnahmen sind bereits in Umsetzung.

02.04.2012

Heizen mit Rechenzentrums-Abwärme

Mit der Abwärme des neuen Rechenzentrums Albis von OIZ (Organisation und Informatik Zürich) wird künftig u.a. eine Siedlung der Baugenossenschaft GEWOBAG beheizt. Unsere Firma wurde durch ewz mit der Ausführungsplanung beauftragt.

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